Submitted by admin on Thu, 05/04/2007 - 06:26
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So heute ist nun der grosse Tag ...
Abholzeit ist 0655 Uhr, fuer mich mitten in der Nacht. Die Zeit scheint aber fuer alle die selben zu sein und der Bus kommt 20 Minuten spaeter, aber wir sind ja im Urlaub und haben Zeit – nur keine Geduld.
Im Tauchzenter erhalten wir alles notwendige Material und im Bus fahren wir mit 11 weiteren Gaesten zum Hafen. Auf dem Weg dorthin erhalten wir Informationen was wir im Wasser in der Naehe vom Walhai alles duerfen oder eben nicht duerfen. Die Kurzfassung ist, niemals vor dem Walhai, immer mindestens 4 Meter Abstand und Vorsicht vor der Schwanzflosse. Die lange Fassung dauert ca. 20 Minuten.
Bevor wir die Suche nach dem Walhai starten absolvieren die Taucher noch einen gemuetlichen kurzen Tauchgang - 40 min ist das Limit. Es ist trotzdem sehr interessant und wir finden ruhende Waispitzenriffhaie, Schnecken, Octopus und noch vieles mehr.
Als alle wieder an Board sind, meldet sich das Flugzeug, welches die Walhaie sucht zum ersten Mal. Es dauert gut eine Stunde bis der Pilot einen sichtet. Der Kaepten gibt vollgass und wir bereiten uns vor... Alle sitzen bereit auf dem Boden und warten nur auf dem Kommando um ins Wasser zu gleiten. Das Warten dauert und dauert und nach fast 10 Min. im Neopren an der Sonne geht es los. Kaum im Wasser schimmt ein etwa 6m grosser Walhai direkt auf uns zu und beim Vesuch auszuweichen folgt er uns fuer kurze Zeit. Einfach gigantisch... Die Fotos sind vor lauter „Schreck“ alle unscharf aber ich kann euch sagen, dass ist ein Erlebins. Es sollte der Einzige fuer diesen Tag sein, aber wer immer die Moeglichkeit hat, so etwas zu machen, sollte es auf jedem Fall tun.
Am Nachmittag geht die Suche erfolglos weiter. Vom Boot aus sehen wir ein paar Mantas und wir versuchen mit ihnen zum schnorcheln, was aber mit unserer Eleganz und Geschwindigkeit im Wasser nicht funktioniert. Wieder an Board taucht ploetzlich ein riesiger Schatten im Wasser auf. Erneut ein Manta aber richtig gross. Er wird auf ca. 5 – 6 m geschaetzt und scheint seinen Spass zu haben ums Boot rumzuschwimmen. Es ist uns aber nicht erlaubt ins Wasser zu gehen, nur ein Crew-Mitglied springt mit einer Unterwasser-Kamera rein. Einige auf dem Boot, inklusive mir, haben den Eindruck, dass sie einfach nur die Bilder des Mantas wollten und dabei keine Schnorchler im Wasser sein sollte. Schade, aber auch vom Boot aus ist es ein eindrueckliches Erlebnis.
Anschliessend fahren wir in das innere Riff, wo wir die Moeglichkeit haben nochmals zu Schnocheln. Vom Boot aus sehen wir jede menge Quallen und springen tortzdem ins Wasser. Vorsorglicherweise habe ich den Tauchanzug angezogen. Die roten sind nicht nesselnd aber es hat auch ein paar nesselnde, fast durchsichtige dabei. Waerend dem Schnorcheln kommt es dann genau mit einer solchen zum Zusammenstoss, zwischen meiner Stirn und ihr. Im Salzwasser ist das Nesselgift am schmerzhaftesten und zurueck an Board versuche ich es mit Wasser und spaeter mit Essig zu verringern. Jedoch etwickeln sich noch Stunden spaeter genau an dieser Stelle Schweissperlen obwohl der Sonneruntergang schon laengstens vorbei ist.
Alles im Allem ein super Tag....
Am Abend treffen wir uns noch zum Nachtessen mit 3 Deutschen. Einer ist so verueckt, dass er nach 20h Flug noch 13h mit dem Auto von Perth nach Exmouth gefahren ist – in der Nacht. Er erzaehlt vom dem „Gemzel“ auf dem Highway und seine Glueck, dass er „nur“ einen toten Echidna nochmals ueberfahren hat. Die Stacheln in seinem Reifen sind stille Zeugen.
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