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09.04.2007 - Kununurra

Pip, Pip, Pip. Um 04.45 Uhr klingelt der Wecker. Wir recken und schtrecken uns so gut es in dem engen Raum geht. Mit australischer Puenktlichkeit kommt der Bus welcher uns zum Flugplatz bringt. Nach einem kurzen Briefing heben wir vom lokalen Flughafen Richtung Bungle Bungles ab. Zuerst ueberfliegen wir den riesigen Stausee, welcher nach der Regenzeit, etwa 18 Mal mehr Wasser hat, als das gesammte Hafenbecken von Sidney. Nach einer Flugzeit von etwa 1h und dem ersten Ueberflug ueber unserem Ziel setzen wir zur Landung an. Zwei Personen haben direkt eine Tour mit einem Ranger gebucht und steigen hier aus. Nach gerade mal 5min am Boden heben wir bereits wieder aber und fliegen noch rund 10 bis 15 Minuten ueber Bungle Bungles und ihre Schluchten. Diese sind uebrigens seit ein paar Jahren bei der UNESO als Weltkultur Erbe gelistet.

Beim Rueckflug ueberfliegen wir noch die Diamanten Mine. Sie ist die effizientiste der Welt und es wird im Zweischicht-Betrieb an 12h gearbeitet. Nach 14 Tagen arbeiten haben die Mitarbeiter 14 Tage frei bevor die meisten wieder von Perth mit den Firmenflugzeugen auf den groessten privaten Flugplatz in der suedlichen Hemnisphaere geflogen werden. Zur zeit findet der ganze Abbau an der Oberflaeche statt. Wir sehen riesige Trucks welche die Erde zur Fabrik fahren. Der Pilot teilt uns mit, dass die Raeader 2.20m hoch sind und eines ca. 35 000.00 AUS$ kostet. Nebenbei erwaehnt er, dass sie diese alle 6 Monate wechseln muessen...

Der groesste Diamant, den sie in dieser Mine je gefunden haben, war etwa so gross wie ein Golfball und gefunden wurde dieser nicht waehrend dem normalen Arbeitsprozess, sondern in einem Truck-Pneu. Wenn der Fahrer nur gewusst haette, was er da eingefahren hat... ... muesste er wohl heute nicht mehr arbeiten. Bis jetzt kam es nur einmal zu einem Diebstahl und der Dieb war der Head of Security. Die einzige Person, welche wusste, wann die Diamanten ausgefolgen werden. Selbst die Piloten erfahren erst 1h vor Abflug, dass sie zur Mine fliegen und haben keine Kentnisse, wann sie nur Material und wann sie Diamanten transportieren.

Um 9.00 Uhr sind wir zurueck auf dem Camping Platz und essen gemuetlich Fruehstueck. So gegen 10.00 Uhr fahren wir Richtung Wyndham um dort von einem Aussichtspunkt die Fluesse zu sehen. Auf dem Weg dorthin sehen wir eine Abzweigung mit dem Wegweiser „The Grotto“. Keine Kilometerangabe heisst es muss direkt am Weg liegen und wir fahren hin. Und wirklich, nach 5 Minunten sind wir bereits dort und ein schmaler Pfad aus einer steilen Steintreppe fuert zur Grotte welche aus einem Wasserfall besteht. In der Regenzeit, muss hier ziemlich viel Wasser runter kommen, da die Wassertiefe auf ca. 300m geschaetzt wird. Wir verzichten auf das Schwimmen und fahren weiter.

Nach ein paar Kilometern kommt ein weiterer Wegweiser „Prison Tree“. Wir haben schon davon gehoert, da wurde ein Baum als Gefaengnis genutzt und versucht die Aboroginies zu versklaven. Die Kilometerangabe ist 28 was doch zu schaffen sein sollte. Schon bald wird jedoch unser 4WD notwendig um die Wasserloecher zu durchfahren. Als wir fast am Ziel sind, es fehlen noch etwa 400m kommt eine Tafel „Road Closed“. Nein, nein, dass ist nicht das Ende. Etwas weiter vorn sehen wir einen kleinen Bus und vielleicht ist da ja auch der Baum. Beim Bus ist ein Ranger und ein paar Aboroginies und ein Fluss. Wo wir den hin wollen, fragt der Ranger und wir geben „Prison Tree“ zur Antwort. Er deutet ueber den Fluss und meint, genau da drueben... . So nun trennt uns nach 27 km Holperstrecke also ein Fluss mit einer tiefe von ca. 40cm und maessiger Stroemung von unserem Ziel. Der Ranger meint wir koennen mit unserem Auto den Fluss durchqueren. Nicht ganz ueberzeugt von seiner Aussage versuchen wir es trotzdem. Die Wassertiefe scheint OK zu sein, aber das Gelaende darunter holppert und die Stroemung drueckt maechtig gegen unser Fahrzeug. Einmal drueben ist Durchatmen angesagt und wir schiessen ein paar Fotos. Nach etwa 15min ertoent die Hupe des Minibuses. Wir wissen nicht genau was es zu bedeuten hat und machen uns erneut auf zur Flussueberquerung, und stellen fest, dass der Ranger sich auf dem Rueckweg machen will. Tja, eigentlich haetten wir den Fluss auch zu Fuss durckqueren koennen es haette sicher viel weniger Spass gemacht und zudem haetten wir nasse Fuesse bekommen .:)

Aber unserer eigentliches Ziel war ja der Aussichtspunkt in Wyndham. Jetzt, nachdem wir maechtig druchgeschuettelt sind, fahren wir auf direktem Weg. Im steilen Aufstieg 10% schwaechelt ploetzlich unser Auto bevor es komplett stehenbleibt. Ein kurzer Blick aufs Armarturen-Brett genuegt um zu sehen, dass der zweite Tank, mit welchem wir bis jetzt gefahren sind, komplett leer ist. Da das Umschalten nicht automatisch geschieht, sind wir trotz eines vollen Tanks, in der Kurve des Hanges stehen geblieben. Nach Aktivierung des vollen Tanks dauert es etwas 1 Minute bevor wieder genug Diesel in den Leitungen ist um das Auto zu starten. Oben angekommen, stellen wir fest, dass die Landschaft zwar wunderschoen ist, aber von den 5 Fluessen nur die Flussbetten sichtbar sind...

Nun, es soll hier im Ort ja noch eine Krokodil-Farm geben, welche wir noch besuchen koennten. Die Fuetterung findet jeweils um 14.00 Uhr statt und wir sind gerade Mal eine Stunde zu spaet dran. Die Dame am Empfang erklaert uns dass die Tour bereits begonnen hat, wenn wir aber in die Gegenrichtung gehen, werden wir sie schon finden. Da das Gelaende nicht riesig ist, koennen wir sie bereits vom Eingang aus hoeren. Kurze Zeit spaeter treffen wir auf die Gruppe, wo der Guide und Besitzer den Salties gerade Poulet fuettert. Schon eindruecklich, wenn ein 5m Tier so einfach in die Hoehe springt. Am Schluss der Tour verabschiedet er die Leute und meint, dass er zwei verspaetete Besucher gesehen habe. Wir melden uns und erhalten nochmals eine „Private“-Fuehrung, in welcher er uns die verschiedenen Tiere vorstellt, jedoch ohne Fuetterung, was uns aber nichts ausmacht. Das aelteste Saltie wurde gefangen, da es andere Krokodile gefressen hatte. Ein richtiger Kanibale von einer stattlichen Groesse von ca. 6m. Nach guten einer weiteren ½ Stunde und mehr Informationen als erhofft, verlassen auch wir den Park und fahren zurueck nach Kununurra.